Kulturgut Gesellschaftsspiel – Vortrag(Pfalz)
Gesellschaftsspiel als Kulturerbe
Gesellschaftsspiele sind offiziell immaterielles Kulturerbe und stärken den sozialen und kulturellen Zusammenhalt. Sie ermöglichen Begegnung, fördern Kreativität, Kommunikation und Kompetenzen – in Familien, Schulen, Vereinen und Cafés. Spiele wirken generationsübergreifend und sind mit anderen Kulturformen wie Musik, Theater und Literatur gleichzusetzen.
Mehr dazu:
Serious Games – Lernen durch Spielen
Serious Games sind speziell entwickelte Spiele mit Bildungs- und Lernziel, etwa für Verkehrs-, Gesundheits-, Politik- oder Sprachbildung. Sie ermöglichen Lernen durch aktives Handeln und Motivation.
Beispiele und Infos:
Gesellschaftsspiele im Unterricht
Gesellschaftsspiele fördern im Unterricht Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz und sind vielseitig einsetzbar, z.B. „Zytose“ (Biologie), „Weimar – Kampf um die Demokratie“ (Politik), „UNO“ (Gruppenarbeitskompetenz).
Ideen für den Unterricht:
Regionale und weltweite Spieltraditionen
Weltweit gibt es traditionelle Gesellschaftsspiele wie Schach (Indien), Backgammon (Persien), Mancala (Afrika), Mahjong (China) und Mensch ärgere Dich nicht (Deutschland).
Listen und Regeln zu Spielen aus aller Welt:
Regionale Spieleverlage in der Pfalz
Regionale Verlage wie Palatia Spiele aus der Pfalz beleben die lokale Spieleszene mit innovativen und thematisch regional verwurzelten Spielideen. Sie bringen Menschen, Tradition und Kreativität aus der Region zusammen und präsentieren Pfälzer Lebensart auf dem Spielbrett.
Mehr zu Palatia Spiele:
Inklusion beim Gesellschaftsspiel
Inklusion bedeutet, Barrieren beim Spielen aktiv zu beseitigen und Räume für alle Kinder und Jugendliche zu schaffen – unabhängig von körperlichen oder geistigen Voraussetzungen, Herkunft, Sprache, Alter oder Geschlecht. Inklusive Pädagogik setzt auf Freude, gemeinsames Erleben und auf Spiele ohne Wettbewerb als Zugang für alle.
Mehr dazu:
- (11) Spiel und Inklusion – Bündnis Recht auf Spiel
- (12) Buyer’s Guide to Visually Accessible Board Games
- (13) Meeple Like Us – Board Game Accessibility
- (14) Accessibility from a Game Designer’s Perspective
- (15) Würfelheld Barrierefreiheit
- (16) Spielen als Blinder
- (17) Barrierefreie Brettspiele Bremen
Weiterführende Links
- https://www.spieleautorenzunft.de/kulturgut-spiel.html
- https://brettspielbox.de/brettspiele-sind-kulturerbe-jetzt-ganz-offiziell/
- https://www.ardalpha.de/wissen/geschichte/kulturgeschichte/spielen-brettspiele-monopoly-mensch-aergere-dich-nicht-schach-lernen-100.html
- https://kulturgutspiel.de/panorama/brettspiele-spielen-jetzt-offiziell-immaterielles-kulturerbe-in-deutschland/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Serious_Game
- https://unknowns.de/forum/thread/26158-brettspiele-im-unterricht-eine-ideensammlung/
- https://www.spielregeln.cc/aus-aller-welt.html
- https://www.unicef.de/_cae/resource/blob/10560/bc863992e19de55ce81c1d967e583791/spiele-rund-um-die-welt-2009-pdf-data.pdf
- http://www.elternmagazin.info/artikel/spiele-aus-aller-welt
- https://www.palatia-spiele.de/
- https://www.recht-auf-spiel.de/recht-auf-spiel/themen/spiel-und-inklusion
- https://colorblindgames.com/2023/06/05/a-buyers-guide-to-visually-accessible-board-games/
- https://meeplikeus.co.uk/
- https://boardgamegeek.com/blog/13889/blogpost/182664/accessibility-from-a-game-designers-perspective-an
- https://wuerfelheld.wordpress.com/tag/barrierefreiheit/page/2/
- https://www.reich-der-spiele.de/specials/andre-skora-spielen-als-blinder
- https://www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/das-bewirken-wir/foerderprojekte/barrierefreie-brettspiele-bremen
Domino
Von Domino, einem Legespiel, wird vermutet, dass es Marco Polo aus China mit nach Europa gebracht hat. Zumindest war es zu dieser Zeit ,im 13. Jahrhundert, schon in China bekannt, und ist vermutlich auch dort irgendwo entstanden.
Weite Verbreitung in Europa fand das Spiel aber erst ab dem 18. Jahrhundert. Seitdem hat es unter anderem auch in viele spanischsprachige Länder Lateinamerikas gefunden, und ist dort ein beliebter Zeitvertreib.
Zu den Grundregeln gibt es viele Varianten, auch wurden Kartenspiele für Dominosteine adaptiert, und gänzlich neue Spiele mit Dominosteinen erfunden.
Würfelspiele
Würfelspiele haben eine lange Geschichte, und waren schon im alten Ägypten bekannt.
Vielfach wurden sie als reine Glücksspiele angesehen. Das Wort Hazardeur leitet sich zum Beispiel vom arabischen Wort für Würfel ab. Deshalb gab es in der Geschichte oft ein Verbot des Würfelspiels, oder zumindest des Spielens um Geld.
Es gibt sowohl reine Würfelspiele , als auch solche die neben dem Spielwürfel noch Spielsteine und/oder ein Brett beinhalten. Die letzteren nennt man Würfelbrettspiele
Eine kleine, bei weitem nicht vollständige, Regelsammlung reiner Würfelspiele bietet das Wikibook über Würfelspiele .
Kartenspiele
Kartenspiele sind eine relativ junge Form des Gesellschaftsspiels. Die Geschichte des Kartenspiels beginnt in Ostasien.
Die ersten Spielkarten und mit ihnen die ersten Kartenspiele entstanden im 12. oder 13. Jahrhundert in China oder Korea.
Seitdem haben sich viele Arten von Kartenspielen entwickelt.
Gerade in deutschen Raum hat sich das Kartenspiel, trotz ursprünglicher Ablehnung durch die Kirche, weit verbreitet.
Seit der Zeit als das Kartenspiel im 14. oder 15. Jahrhundert nach Europa kam, sind viele populäre Varianten entstanden.
Einige davon sind in einem Wikibook über Kartenspiele über Kartenspiele erklärt.
Die umfangreichste Sammlung, allerdings großteils auf Englisch, dürfte sich aber auf der Kartenspielseite Pagat.com von John Mcleod finden. Es gibt auch eine deutsche Version von Pagat.com die aber deutlich weniger Spiele beschreibt.
Pachisi
Pachisi ist der Ideengeber vieler moderner Gesellschaftsspiele, und stammt aus Indien. Sein Vorgänger ist das komplexere Chaupar.
Nach Europa kam das Spiel im 19.Jahrhundert, über England und die USA, und wurde dort weiter verbreitet.
Moderne Spiele die vom Pachisi abstammen oder inspiriert wurden sind unter anderem Fang den Hut, Malefiz und Tock.
Dame
Dame ist ein klassisches Spiel, welches auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Die Anfänge der heutigen in Deutschland gängigen Variante liegen vermutlich im maurischen Spanien oder Südfrankreich des 12.Jahrhunderts.
Der Name Dame, sowie das Spielbrett stammen vom Schachspiel. Das Spiel hieß zuerst Fierges. Die Spielsteine, wie damals die Dame beim Schach, fers. Später wurde das Spiel, genauso wie die Dame beim Schach, umbenannt.
Das Damespiel ist in den unterschiedlichsten Varianten so gut wie weltweit verbreitet.
Beim Schlagdame wird zum Beispiel einfach das Spielziel umgedreht, und man muss alle eigenen Steine schlagen lassen um zu gewinnen.
Mühle
Mühle ist ein klassisches Brettspiel, welches schon seit Jahrhunderten gespielt wird.
Wie lange genau ist nicht bekannt. Gesichert ist für die in Deutschland übliche 9 Steine Version, dass sie im byzantinischen Reich verbreitet war.
Die stark mit Tic Tac Toe verwandte 3 Steine Version kann für die Römerzeit nachgewiesen werden, wenn auch die die Rundmühlenversion des Spiels vermutlich eine Zuschreibung der Historiker ist.
Das Spiel taucht in vielen Ländern weltweit in den unterschiedlichsten Varianten auf. Einige dieser Varianten werden auf der Seite von Rainer Rosenberger zum Mühlespiel erklärt. Dort kann man auch ausdruckbare Vorlagen für die unterschiedlichen Spielbretter finden.
Die auf dem Spielfeld von Tic Tac Toe, oder der 3er Mühle mit 3 oder 4 Steinen gespielte Variante, ist in einigen afrikanischen Ländern als Achi bekannt. Dabei werden wie gehabt abwechselnd die Steine gesetzt, und dann, wenn keiner eine Mühle bilden konnte, versucht durch Bewegung der Steine eine 3er Mühle zu bekommen.
Einige andere Varianten und Spiele für das Spielbrett der 9er Mühle findet man auf der Seite Braillespiele in der Kategorie Mühlebrett.
Schach
Schach hatte eine lange Tradition, auch in Deutschland reicht die Geschichte des Schachspiels weit ins Mittelalter zurück. Schach spielen gehörte sogar zu den ritterlichen Tugenden.
Die Geschichte des Schachspiels in der Pfalz beginnt auch, ganz sicher, schon weit früher, als mit der Gründung des Pfälzischen Schachbundes in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aus dem Pfälzischen Schachbund entstand dann auch schlussendlich der Rheinland Pfälzische Schachbund(Wikipedia).
Heute wird immer noch Pfalzweit in Vereinen und sicher auch privat aktiv Schach gespielt. Das liegt sicher nicht zuletzt daran,dass das Spiel leicht zu lernen, aber schwer zu meistern ist.
Auch in Ramstein-Miesenbach gibt es ein aktives Vereinsleben. Der Schachclub Ramstein-Miesenbach gehört zu den größten Schachvereinen der Pfalz.
Weltweit sind viele Varianten des Schach, seiner Vorgänger und Verwandten verbreitet.
